Abfrageterminals im Einzelhandel – Informationen am Verkaufsregal

Abfrageterminals im Einzelhandel – Informationen am Verkaufsregal

2012

Immer mehr werden Kunden von TV Fernsehern in Geschäften angesprochen. Wo früher noch ein Webcam Bild der Überwachungskamera gezeigt wurde im Diebe ab zu schrecken, werden heute neue Produkte vorgestellt und präsentiert.
Was aber können diese Technik?
Im Prinzip ist heute alles möglich und es werden auch alle Kanäle genutzt:
Der kleine Einzelhandel zeigt oftmals selbst erstellte Powerpoint Präsentationen die auch externe Filme starten. Das ist die einfachste und auch zugleich kostengünstigste Variante. Alles was man dazu benötigt ist ein Monitor mit einem langen Datenkabel und einen PC oder ein Abspielgerät, das die Daten füttert. Neue Monitore bieten aber auch gleich die Möglichkeit direkt von einem USB Stick Bilder oder kleine Filme nach einander zu zeigen – einfach direkt nach dem diese gestartet wurden. Der Aufwand besteht also in der Zusammenstellung der Bilder oder Filme und dem richtigen Monitor. Solche – meist jedoch nervige – Werbung sieht man häufig in Baumärkten. Kommt man dort in eine abgelegene Ecke, hört man schnell einen Monitor, der im 2-3 Minuten Takt einen Film wiederholt und zeigt wie man z.B. eine Wand einfach vergibst. Meist sind diese Monitore recht klein, was neben dem Nachteil der Sichtbarkeit, andere Vorteile bietet wie z.B.:

  • Geringer Stromverbrauch
  • Kleine Stellfläche
  • Geringe Anschaffungskosten

Kunden wie z.B. Ketten gehen da andere Wege – je nach Budget. Hier macht es auch Sinn die Monitore zentral zu beschicken und so professionell aufbereitete Bilder zu zeigen. Diese werden in der Regel über Nacht – oder Zeitweise vom eigenen Server über das Internet gestreamt. Gleichwohl ist der Aufwand hier erheblich höher. Um in Echtzeit zu streamen ist einiger Aufwand notwendig. Man braucht neben einer guten IT Struktur und guten Anbindung in der Filiale auch einen Partner, der verteilte Server zur Verfügung stellt, damit das Signal auch den Kunden erreicht. Im Hintergrund ist wiederum eine Play Software notwendig, mit der Produkte und Sendungen zeitnah geplant werden können und auch im Falle eines Ausfalls nicht nur ein Testbild gezeigt wird. Im Prinzip quasi eine Struktur wie bei einer Fernsehanstalt. Dafür hat der Kunde aber auch sehr flexible Möglichkeiten und kann ins Geschäft quasi ein Live-TV bringen und aktuellste Meldungen übermitteln. Bisher haben wir in seiner Gänze so etwas auch noch nicht in Betrieb – nur in Planung gesehen. Zwischenlösungen, die allerdings über Nacht neue Inhalte für Wiederholungen vom Firmenserver laden, sind häufiger an zu treffen. Hier muss man allerdings unterscheiden zwischen dem Geschäfts als Betreiber und dem Hersteller des Produktes. Nutzt eine Kette solche Möglichkeiten, wird es meist um ein breiteres Produktangebot gehen, daß man auch nach Tageszeit und den dann am besten verkäuflichen Waren unterteilt, ist es ein Produkthersteller, werden die wenigsten Shops denen direkten Zugang zum Internet verschaffen wollen, oder es sich extrem gut bezahlen lassen.

Wo setzt man sinnvoll digitale Displays ein?

Die kleinen Lösungen im Baumarkt haben durchaus Ihre Berechtigung. So gehen aktuelle Studien davon aus, dass 75% aller Kaufentscheidungen direkt am Regal getroffen werden. Früher war hier noch ein Verkäufer, der Ihnen Fragen beantworten konnten. Aufgrund des Kostensdrucks und geringer ist es aber für den Einzelhandel heute nicht mehr möglich so viele Mitarbeiter zu beschäftigen.
Kommt es aber zu Fragen zu Produkten, wird mit aktuellen Displays der Kunde dazu gezwungen sich einen Film bis zum Ende an zu sehen. Vielfach treffen wir aber Kunden an, die es gewohnt sind – dank Internet – sich selbst Informationen zu beschaffen. An genau diesem Punkt könnte man heute ansetzen und interaktive Terminals gestalten und sehen mehrere interessante Einsatzgebiete:

1) Terminals zum Lagerbestand
In Kleidungsgeschäften findet man häufig nicht mehr die passende Größe. An dieser Stelle könnte man einen kleinen Monitor installierte mit Barcode oder RFID Scanner. Hält man den Barcode unter den Scanner, so kann das Gerät einem anzeigen, wie viele gleiche Artikel andere Größe z.B. noch an Lager oder in anderen Geschäften oder ggf. im Online Versand verfügbar sind. Auch die Möglichkeit Ware aus dem Online Lager ggf. in die Filiale zu holen und mit dem Kunden direkt einen Termin für die Abholung zu machen ist ein zusätzlicher Service, der hilft auch Lagerware ab zu verkaufen und Kunden zu binden! Das ganze ist auch mit sogenannten Staplerterminals eine heute recht günstige Lösung, die wir Ihnen gerne einmal demonstrieren.

2) Terminals für Produktinformationen
Mit Terminals Produktinformationen in Form eines Imagefilmes dar zu stellen haben wir ja bereits erläutert. ich werde jedoch gezwungen eine gewisse Zeit mir diesen Film an zu sehen und wir wissen wie ungeduldig heute die Kunden sind! Information und Produkte sollen am besten in der selben Sekunde verfügbar sein! Folglich sollten aktuelle Terminals interakiv benutzbar sein. In Zeiten in denen das Terminal nicht genutzt wird, kann es eine Art Screensaver sein und auch mit Imagefilmen über die enthaltenen Produkte dossieren und durch Lautsprecher Kunden anziehen. Dabei sollte aber immer auch zu sehen sein, daß ein Klick auf den Monitor zu weiteren Informationen führt! Der Hersteller Henkel zeigt ähnliches bereits für verschiedene Klebersorten sehr eindrucksvoll. Auch hier halten wir noch Verbesserungen für möglich, durch z.B. den preisgünstigen Einbau eines Barcode Scanners. Mit Hilfe eines Barcode Scanners können so gleich die Informationen zu einem Produkt aufgerufen werden, die nicht auf die Verpackung passen! Alleine nur der Aufruf eines Datenblattes oder Imagebroschüre könnte viele Kunden zum Kauf bewegen, da diese die gesuchten Informationen schnell finden und zwar direkt am Regal! Natürlich wäre auch das bei höherwertigen Produkten noch durch RFID Codes zu verbessern

3) Begrüßungsterminals
Kennen wir es nicht alle – die verfolgende Werbung im Internet. Gehen sie einmal auf die Seiten eines deutschen Lautsprecherherstellers und legen ein Produkt in den Warenkorb (ohne es zu kaufen). Surfen Sie dann auf anderen Seiten wie Web.de, Ebay oder anderen. Sie werden dann wieder Werbung für die Lautsprecher finden – ganz unaufgefordert. Durch Cookies oder andere Track&Trace Methoden werden Sie nun verfolgt um dann endlich diesen Lautsprecher zu kaufen (Ich kann Ihnen aus Erfahrung sagen – selbst ein Kauf erlöst sich nicht von dieser Werbung!). Aktiv verfolgende Werbung – eigentlich ein Alptraum, aber auch vielleicht Chance für den Einzelhandel? Vielfach werden nun Terminals skizziert, die – kommt eine RFID Kundenkarte – in die Nähe, sie persönlich gebrüßt und ggf. zeigt, dass die Fleischwurst, die Sie letzte Woche kauften heute im Angebot ist – oder Sie beim Einkauf von Waren im Wert über 50€ einen 10€ Gutschein für den nächsten Einkauf verhalten werden. Ich selbst sehe die Chance des Einzelhandels indes nicht im Aufbau einer ähnlichen Struktur, so darin es besser zu machen! Verfolgen Sie nicht Ihre Kunden. Einst sind Kunden aus dem Laden gegangen, weil Sie sich von Verkäufern belästigt fühlten und doch erst einmal „nur so“ schauen wollten. Im Internet können wir schon längst nicht mehr einfach mal nur schauen. Die Informationen sollten aber Ihren Kunden genau so geboten werden wie im Internet und am besten direkt am Verkaufsregal – wo der Kunde dann entscheidet.